Archiv für die Kategorie ‘Seen’

Lange Runde

Juli 8, 2009

Es wird wohl mal wieder Zeit für einen neuen Erfahrungsbericht. Eigentlich wird in diesem Jahr mehr oder minder immer das selbe geschwommen – am Abend in der Alster, irgendwie auf die andere Seite und dann mehr oder minder weit nach oben oder unten. Abgesehen von Alsterdampfern keine große Sache mehr.

SNV80350Nun wurde doch mal wieder das Kanu ausgepackt und in neue Gebiete geschwommen. Alsterschwimmer schwamm, am hellen Tage, aus der Eilbeck kommend am Ufer die Alster hinauf. Dies war, obwohl viele Segler unterwegs waren, kein Problem. Die Nähe vom Ufer reichte zur eigenen Sicherheit vollkommen aus. Dies änderte sich jedoch deutlich, als der obere Teil in Richtung Langer Zug beschwommen wurde. Abgesehen von Alsterdampfer sind hier vor allem Segler ein Problem. Hier fand sich dann auch Boje 7, die wir das letzte mal Nachts an ihrer üblichen Stelle vermisst haben – Bojen sind also nicht Sicher am selben Ort.

SNV80351Da auf der anderen Seite deutlich weniger Los war und der Wind dort fürs Kanu besser war wurde hier die Alster überquert – nicht ohne, immer wieder kamen uns Segler sehr nahe, unschön. Auf der anderen Seite ging es dann gut voran – bis zum nächstem Problem, der Braunen Brücke.

SNV80357Unangenehmer Weise ist werden den Schildern nach hier alle drei Bögen befahren. Die Stationen der Alsterdampfer liegen rechts und links der Brücke und es ist kaum möglich sie richtig einzusehen – überhauptnicht als Schwimmer. Dies liegt an dem Winkel, indem man die Brücke anschwimmen muss. Alternativ müsste man deutlich mehr in der Mitte schwimmen, dann sind aber die Alsterdampfer aus dem Langen Zug und die die vom Stadtparksee kommen nicht mehr zu erfasssen. Von der anderen Brückenseite – siehe Foto – gibt es dieses Problem nicht, zumindest am Tage. Am Abend konnte auch hier nichts gesehen werden, da die Lichter über der Brücke zu sehr blenden.

SNV80362Hinter der Brücke beginnt das ein Kanal, der sich erstmal gut schwimmen lässt. Problematisch sind hier zwei Dinge. Auf der einen Seite können kurven hier nicht eingesehen werden – man muss also davon ausgehen, dass sich Schiffe an ihre Seite halten. Auf der anderen Seite sind hier einige Ruderer unterwegs. Ob und wie die zum Problem werden können kann ich hier noch nicht sagen. Interessant ist jedoch, dass es hier oben eine Menge einstiege gibt. So finden sich etwa immer wieder Leitern, an den man gut in und aus dem Wasser kommt.

SNV80363 Schließlich verließen wir die Alster und schwammen in die Isebeck. Diese macht einen ganz netten Eindruck, jedoch haben wir uns nach knapp 500m entschieden nicht mehr weiter zu schwimmen, schließlich musste ich ja noch zurück. Hier stellte sich dann jedoch raus, dass es kaum eine Möglichkeit gibt aus dem Wasser zu kommen. Glücklicher Weise erlaubte uns ein Kanuvermieter seinen Steg zu benutzten – Danke!

SNV80374Von hier ging es dann zurück. Am Cliff wurde die Alster nicht überquert. Ich blieb am Westufer, auf der Alster war nix mehr los, die Sonne ging unter. Super! Einzig ein Alsterdampfer kam noch mal an einem Vorbei, der war jedoch kein Problem, da er schon Minuten vorher zu sehen war.

SNV80389 Begleitet von einem Kanu war dann auch die Lombartsbrücke keine Herausforderung. Hier hatten wir bei unseren Runden den größten Respekt – schließlich hat man hier wenig Zeit einem Alsterdampfer auszuweichen und es ist auch nicht wirklich klar, welchen Kurs dieser nehmen würde, wenn man ihn sieht. Mit Kanu aber alles kein Thema. Auf der Ostseite ging es dann zurück, bis in die Eilbeck. Super!

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Wir sind nicht allein!

Juli 7, 2009

Das war ja mal ein interessantes Wochenende. Nicht nur, dass wir am tage schwimmend ganz neue Gebiete erschwommen haben – doch dazu später mal mehr – wir waren nicht allein! Die ersten Badegäste fanden sich an den Anlegern, auch in bei einem Segelverein schwammen die SNV80352Menschen in der Alster und schließlich fanden sich auch mitten in der Alster Schwimmer, die von einem Trettboot aus das Wasser genossen. Insgesamt waren es wohl so um die 20 oder 30 Menschen die wir so sahen – sehr schön, aber das Wetter schrie ja auch danach.
Wir selbst waren ohne Neo unterwegs, mit währen wir wohl gestorben so warm war das Wasser. Ohne jedoch super! Erst zum Schluss, nachdem wir aber auch schon zwei oder drei Stunden im Wasser waren wurde es kälter – aber immer noch o.k.
SNV80353Aber auch ohne dieses Wetter schwimmen Menschen in der Alster. Dies zeigte sich als wir am Montag Abend aus dem Wasser gingen. Kaum waren wir am Land und gingen nach hause schwamm ein Mensch in aller Ruhe vor der Schwanewik. Super, die Alster ist der schönste Badesee der Stadt.

Anschwimmen

April 23, 2009

Bei Wassertemperaturen von 18-19 Grad war ich ja nun bereits in der Alster. Der Plan war schnell geweckt, zwei Tage später sollte wirklich angeschwommen werden. anschwimmen3
Um so mehr war ich überrascht, dass die Alster heute nur noch 13 Grad misst. Kaum zu glauben, aber ein Tag Regen und kälteres Wetter und die Temperatur geht um 5 Grad nach unten. So war für mich auch schnell klar, dass ich das heilige Wasser nicht berühren werden, wenn auch die Alster selbst wiedermal wunderbar aussah.

Unbeeindruckt von den Wassertemperaturen wollte FalscherFluss jedoch dennoch ins Wasser. Zur Vorbereitung war da nur noch ein kleiner Besuch im Fachhandel, indem neben neuen Ohrenstöpsel auch die Information eingeholt wurde, dass auch andere Kunden dieses Ladens in der Alster schwimmen würden, vor allem auch Nachts – ich hoffe nur, sie meinen nicht uns, weil wir sind sowohl Kunden des Ladens als auch Nachts in der Alster. Lassen wir uns also überraschen.

anschwimmen6Nachdem nun das Boots ins Wasser gelassen wurde ging es dann doch ins Wasser. FalscherFluss hat damit das Schwimmen – und nicht planschen – in der Alster eröffnet. Bei 13 Grad ging es vom Holzmann bist zum Kuhmühlenteich, der immer noch kälter als die Alster ist (12 Grad).

Was bleibt? Es bleibt beim alten. Schwimmen in der Alster ist spannend, verwirrt Menschen die am Rande stehen und sich Fragen was sie da sehen („Was macht sie da?“ „Schwimmen!“ „Ja, dass sehe ich, aber wozu?“ „Für sich?“ „aha, in der Alster?“ „Sehen sie doch“). Am Tage ist es jedoch ohne Kanu kaum möglich. Trotz kurzer Strecke musste sich mit mehreren Booten auseinandergesetzt werden. Der Wind auf der Alster machte es jedoch schwer in vernünftiger Weise zu begleiten. anschwimmen9

Und noch ein neuer Gedanke scheint sich durchzusetzten. Wurde ich bisher immer für meine Neosocken verlacht, der Sinn in Frage gestellt, schließlich würde man ja in freiem Wasser schwimmen, änderte sich dies heute. Jaja, vielleicht sollte man das eine oder andere mal daran glauben, dass ich recht habe – nein, nicht immer, aber wenn es um warme Füße geht auf jeden Fall!

BILD macht Hoffnungen für das Schwimmen in der Alster

Dezember 20, 2008

Da war ich dann doch überrascht. Bei Bild war zu lesen, dass es vielleicht bald Möglich sein wird „in“ und nicht „auf“ bzw „an“ der Alster zu baden. Die beiden Schwimmbadmodelle  sind ja nun bekannt. Bei dem einen schwimmt man „auf“ der Alster – in entsprechenden Badebecken – bei dem anderen „an“ der Alster.

Daher für mich nicht interessant, ich will ja „in“ der Alster schwimmen. Und genau das erklärt die Bild nun für Möglich (hier der Artikel). „Das Schwimmen in der Alster ist zwar nicht gänzlich verboten, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) rät aber unter anderem wegen des trüben Wassers bislang dringend davon ab. ´Die Sichtweite beträgt nicht einmal einen Meter. Das kann zu Verletzungen führen`, erklärt Sprecher Volker Dumann. Mit dem neuen System könnte das Baden bald ganz offiziell erlaubt werden“ [Bild.de].

Obwohl es sich um einen Artikel der Bild handelt – hier hätte  ich wohl kritischer werden sollen – musste ich der Sache nachgehen. Berlin macht es schon, Hamburg könnte es machen, die Lösung bietet Luritec, dessen Homepage mir dann aber gleich jede Hoffnung nahm [Homepage von Luritec].

Die Berliner bauen offenbar, so verstehe ich zumindest das Video von Luritec, Auffangbecken für Mischwasser im Wasser. Kurz: Vor den Überläufen, die bei Starkregen Schmutzwasser in die Alster abgeben, werden „in“ der Alster Tanks gebaut, die dieses Wasser auffangen. Ist der Regen vorbei, die Kanalisation wieder frei, wird das Wasser zurückgegeben [vgl. Video von Luritec auf ihrer Homepage].

Ja, aber dass ist wohl nicht das Problem von Hamburg liebe Bild! Ja, nach Starkregen soll man nach Aussagen an verschiedenen Stellen nicht in der Alster schwimmen [vgl. u.a. Kemper, 2006:145] . Angesichts der Wasserwerte, die für den Cityman erhoben werden, kann man aber doch zumindest die Hoffnung haben, dass die Wasserqualität heute bereits ausreichend ist. An dieser Stelle sei ein neu gefundenes Zitat von Michael Beckereit (Hamburger Wasserwerke), erwähnt:

„Wir sind stolz darauf, dass wir die Alster so sauber gemacht haben, dass die Sportler darin völlig unbedenklich schwimmen können. Das ist für ein Innenstadtgewässer absolut außergewöhnlich – und damit ein klarer Pluspunkt für Hamburg“ [Quelle: Homepage der HWW].

„Völlig unbedenklich“, dass hört sich doch gut an. Und auch die Bild hat erkannt, dass es wohl nicht um die Wasserqualität, sondern um die Sichttiefe geht. An dieser Ändert jedoch auch ein Aufangbecken nichts, den es ist nicht der Dreck, der die Alster trübe macht. Wie Polyplan in ihrem Gutachten schreiben, sind es die Huminstoffe aus dem moorreichen Oberlauf die die Sichttiefe  einschränken [vgl. Polyplan 2008:06].

Naja, aber es zeigt zumindest, dass es (A) offenbar ein Schwimminteresse gibt und (B) es einige Firmen gibt, die mit der Alster Geld verdiehnen wollen.

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Kemper, Hella. (2006): Elbschwimmer – Die Rückkehr einer Badekultur. Murmann

Solo

September 15, 2008

21:00, eine Hilfsbereite Mitbewohnerin ermöglicht das schließen des Neo. Das neu gekaufte Wassertermometer behauptet, die Alster hätte 17 Grad, neue NeoSocken an den Füssen versprechen, dass sie diesmal nicht kalt werden.

Wie die letzten Male geht es an der Schwanewik mit der Schuhlösung ins Wasser, die NeoSocken lassen es wirklich sehr viel angenehmer erscheinen, doch auch so ist das Wasser deutlich wärmer als das letzte mal. Doch zum ersten mal schwimme ich nun allein, ohne Kanu, ohne jemand zweiten.

Die Nacht ist klar, kein Boot auf der Alster, Sterne am Himmel. Dunkelheit. Ich schwimme los, gegen den Freund, der die Alster stets um 22:00 Uhr betritt ist eine Verteidigung dabei – Knicklicht. Es ist eigendlich wie immer, leichte Wellen, diesmal warme Füsse. Es geht sich gut an.

Etwa auf der Mitte wechsel ich vom Kraulschlag in den Brustschlag. Ein Fehler, vermutlich der zweite. Die Socken laufen voller Wasser, indem der Brustschlag dieses reinzudrücken scheint. Vermutlich etwas, dass nicht passiert währe, wenn ich diese unter dem Neo hätte. Das nächste mal.

Kämpfend mit den Socken, nach einer Lösung suchend, sehe ich den Alsterdampfer wie stets die Alster betritt. Ich bin in der Mitte, es gibt keinen Grund vor diesem nun zu fliehen, er wird sich schließlich wie immer am Westufer treiben lassen und dann dort weiter zum Jungfernstieg fahren.

Während ich mit den Socken kämpfe passiert es. Ich bleibe mit dem Bein am Knicklicht hängen. Unmittelbar darauf ist mein Neo auf. Super! Es wird kalt. Schwimmen mit offenem Neo ist unmöglich, der Alsterdampfer so kaum im Auge zu behalten, die 17 Grad werden spürbar. Wirklich Hoffnung den Neo wieder zuzubekommen habe ich nicht, schließlich gelingt mir dies auch im trockenem nicht. Doch ein kräftiges ziehen, bei gleichzeitigem Tauchen und motzen hilft. Der Neo ist wieder zu. Kalt bleibt es, das Knicklicht ist ab, der Alsterdampfer hält sich jedoch an sein Ritual.

Die Lust weiter zu schwimmen, angesichts der Kälte, der nicht sitzenden Socken und des fehlenden Knicklichtes, ist dahin. So schwimme ich zurück und gehe nach Hause. Übermorgen vielleicht ein zweites mal.

Außenalster Quer die II

August 31, 2008

Das war es wohl mit dem Sommer. Nachdem er sich Anfang August verabschiedet hat, ist nun davon auszugehen, dass er dieses Jahr auch nicht mehr wiederkommen wird. Dennoch, es wird weiter geschwommen – nach Meinung von FalscherFluss sogar bis Ende September, ich wünsche ihr viel Spaß!

Mangels anderer Ideen wurde die Alster wieder an der Schwanewik betreten. Die Schuhlösung bleibt praktikabel, der Ort gut geeignet – mit Schuhen. Schon beim Weg zur Alster wurde eins deutlich – heute wird es zum ersten mal wirklich kalt. Die genaue Temperatur der Alster ist zwar unbekannt, doch beim Einstieg war spürbar: der Herbst hat das Wasser erfasst. Dennoch wir schwammen los. Die Wassertemperatur war nicht angenehm aber erträglich. Das Wetter vor allem schlecht. Es nieselte, ein Umstand, der die Alster zum ersten mal mürrisch erscheinen ließ.

Aufgrund der Erfahrung mit dem Alsterdampfer vom letzten mal, waren wir diesmal mit Leuchtmitteln bewaffnet. Am Rückenband des Anzuges befestigten wir je ein Knicklicht. So ausgestattet war es sehr leicht die andere Person auszumachen. Diese leuchtete beständig kurz auf. Mitten auf der Alster schwammen wir auseinander um zu prüfen, wie der andere aus der Entfernung zu erkennen ist. Das Ergebnis: Auch mit Knicklicht schlecht. 100 Meter Entfernung und der andere verschwand in der Dunkelheit. Ob ein Schiff ein solches Leuchten wirdklich wahrnehmen wird – vor allem wenn der Kapitän davon ausgeht die Alster für sich zu haben – bleibt fraglich.

Wir entschlossen uns etwa auf der Hälfte um zudrehen, da die Kälte des Wassers unsere Füsse und Händen bereits merklich beeinflusste. Bedingt durch den Wind und die Kälte wurde diemal der Neo auch nicht am Land ausgezogen, sondern der Rückweg im selbigen zurückgelegt. Ein komisches Gefühl, aber selbst die Polizei, die an uns vorbei fuhr, nahm es so hin.

Außenalster Quer

August 25, 2008

Eine nächste Etappe auf dem Weg die Alster zu erschließen. Gegen 22:00 nahmen FalscheFluss und ich die Alster in ihrer Breite in Angriff. Von der Schwanenwik ging es zum anderen Alsterufer, genauer zum Anleger Rabenstrasse, und wieder zurück.

Es bleibt vor allem eins, wunderbar und aufregend. Das Problem einen geeigneten Einstieg zu finden, bei dem man sich nicht die Füsse aufschneidet, wurde mit Badeschuhen gelöst. Diese wurden dann im tiefen Wasser an einer Schnur mit Anker befestigt und dank ihrer Schwimmfähigkeit zurückgelassen. So konnte später auch der Ausstieg mit Schuhen geschehen.

Ungelöster bleibt das Problem der Schiffe auf der Alster. Als wir unsere Tour begannen, war keines zu sehen. Die Alster gehörte uns. Als wir etwa in der Mitte der Alster waren fuhr ein Alsterdampfer von der Oberalster kommend auf die Außenalster. Aus Erfahrung wussten wir, dass diese stets am Westufer zum Jungfernstieg fuhren, und auch eine mögliche Querung des Schiffes zu einem Anleger am Ostufer geschied an einer anderen Stelle.

Das Schiff jedoch fuhr genau bis zum Anleger Rabenstrasse. Hier ließ er sich, wie wir jetzt wissen, treiben. Vermutlich eine Tour, bei der die Alster bei Nacht irgendwelchen Auswertigen präsentiert wird. Wir versuchten dem Dampfer auszuweichen, dieses drehte jedoch langsam auf der Alster, so dass wir beständig im Bereich des Rot/grünen Sichtfeldes blieben. Entsprechend drohte das Schiff beim erneuten Aufnehmer der Fahrt in unsere Richtung zu fahren. Das wissen um die Beleuchtung eines Schiffes führte zwar nicht zu einer Situation, in der wir sicherer war, dennoch wussten wir so wenigsten, dass wir durchaus eine gewissen Gefahr vor uns hatte, den das Schiff selbst war kaum zu erkennen.

Ebenso wie das Schiff war auch FalscherFluss „unsichtbar“. Es reichten weniger als 10 Meter und sie war in der Dunkelheit verschwunden. Eine vielleicht auch noch hilfreiche Feststellung: die Wache der Wasserschutzpolizei (am Anleger Rabenstrasse) ist auch in der Nacht besetzt.

Anmerkung:

Schiffe haben ein rotes und ein grünes Licht. Insofern kann aus den Farben, die man sieht geschlossen werden, wie das Schiff fährt, ohne dass man das Schiff selbst sieht. Rot = Es kreuzt den eigenen Weg von recht nach links; Grün = es kreuzt den eigenen Weg von links nach rechts; Rot(rechts)/grün(links) = es fährt auf einen zu; grün(rechts)/rot(links) = es fährt von einem weg.

Hohenfelder Bucht – die Gefahr ruft!

August 4, 2008

Die Abendsonne steht am Himmel, 25 Grad und Sturm! Der Wind hält unablässig auf die Hohenfelder Bucht zu, die Alster ist überzogen von Wellen. Mit dem Kanu heute zu begleiten erscheint unmöglich. Nicht nur die Wellen sind hier ein Problem, sondern vor allem der Wind. Doch das Wasser ruft, der August ist angebrochen und das Ende der Badezeit kommt.

Es erscheint erstmal nicht einfach eine Stelle zu finden, in der man ohne Kanu in die Alster kommt – und vor allem wieder aus ihr heraus. An der Schwanewik, neben dem Denkmal und kurz vor der Brücke, an der die Eilbek beginnt, geht das Ufer flacher ins Wasser. Doch es bleibt unschön. Die Steine unter Wasser sind so schon nicht wirklich angenehm. Durch die Wellen werden sie wirklich unangenehm. Nach dem Schwimmen stellt sich heraus, dass sowohl ich als auch „Falscher Fluss“ sich an Scherben leicht geschnitten haben – dennoch, es hat gelohnt.

Schon nach dem eintauchen wird klar, das wird ein wunderbarer Tag. Von der Schanewik geht es hin zu Tonne 7 und wieder zurück, um noch einmal die Runde zu drehen. Das Wasser ist wärmer als die Luft, hat eine wunderbare Temperatur. Die Wellen peitschen, Wasserschlucken ist heute unvermeindlich. Natur pur! Es ist das wunderbarste Schwimmerlebniss, dass ich bisher hatte.

Sicher, es ist alles, aber nicht sicher! Schnell wird klar, heute zieht jeder seine Runde, wirklich helfen wird hier schwer möglich sein. Aber man ist ein sicherer Schwimmer und auch „Falscher Fluss“ kennt die eigenen Grenzen gut. Dennoch, das Wasser ist schwer, die Wellen zwingen ihren Kurs auf, da kann man sich schnell verschätzen. So bleibt es auch bei zwei Runden, sicher ist sicher.

Eine andere Gefahr war dabei nicht zu übersehen und durch uns auch nicht zu kontrollieren. Einige Segler genossen ebenso den Wind. Wir sind mit unseren Badekappen schon bei gutem Wetter schlecht zu sehen. Bei diesem sind wir wohl unsichbar. Nicht nur dass die Segler mit sich selbst genug zu tun haben, und das aufspritzende Wasser ihnen ebenso wie uns sie Sicht nimmt, das Tempo der Boote wird wohl das überwiegende Problem sein und die Wellen verschlucken uns zudem.

Und so war es gewagt hier zu schwimmen, wenn auch kein Segler in unsere Nähe gekommen ist – dies war nicht unser verdienst, vermutlich lag es am Wind, der direkt auf die Bucht zu hielt und dazu führte, dass die Boote an der Windkante fahrend diese mieden.

Es waren insgesamt fünf oder sechs Boote die auf der Alster fuhren und sie waren von uns relativ leicht im Blick zu behalten – wenn auch die Fahrrichtung der Segler nicht immer leicht zu bestimmen war und uns die Sonne so blendete, dass es eine Stelle der Alster gab, an der wir Blind waren. Deutlich wurde hier, dass es wichtig ist, sich auf eine eindeutige Zeichensprache zu verständigen. Die Kommunikation durch Sprache wird hier fast unmöglich.

Dennoch, währe ein Segler in die Bucht gefahren, wir hätten nicht viel machen können. Ob der Plan, unter dem Boot hinweg zu tauchen funktionieren würde? Man weiß es nicht, es musste ja zum Glück nicht probiert werden. Dennoch, es war wunderbar!

Hohenfelder Bucht

Juli 8, 2008

Es soll sich ja auch den kleinen Wasserflächen zugewant werden, wobei beim der Hohenfelder Bucht nicht ganz klar scheint, ob damit die Wasserfläche vor Hohenfelde gemeint ist, oder nur der kleine Teich, zwischen Schwanewik, Barcastrasse, Sechslingsforte und Buchtstrasse. In vielen Beiträgen wird die Wasserfläche der Alster vor Hohenfelde als Hohenfelder Bucht bezeichnet – und darauf hingewiesen, dass hier ein Schwimmbad entstehen soll, kann oder muss. Im Stadtplan jedoch ist nur dieser kleine Teich so bezeichnet.

Hier ist nun die kleine Wasserfläche gemeint, wobei mit 60m mal 40m ist sie größer als so manche Schwimmbad. Ihr gebührt daher ein genauer Blick. Dabei zeigt sich jedoch schnell, dass sie zum Schwimmen nicht wirklich geeignet ist.

Von Seerosen umrandet – in den ja bekanntlich weder geschwommen werden darf, noch der Versuch unternommen werden sollte – bietet sich zwar in der Mitte eine annehmbare Wasserfläche, diese kann jedoch nur über die Stege des Kanuvereins erreicht werden – und die sind bekanntlich Privat. Ob es sich bei der Bucht insgesamt um ein Privatgrund handelt entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Weg über die Ufer ergibt sich durch die Seerosen nicht, und wo diese einen Weg lassen, ist das Ufer von viel stinkenden Unrat übersäht. Absolut Bäh!

Sicher, man könnte sich mit dem Kanuverein verständigen und fleißig um die aufgestellten Tore schwimmen, immerhin etwa eine 100m Bahn. Aber 50m weiter ist die Alster und wer will dann schon … obwohl es sicher eine Alternative sein könnte, wenn kein zweiter Mann/Frau für das Kanu aufzutreiben ist.

Stadtparksee

Juli 7, 2008

Der Stadtpark, einer jener Orte, an den sich die Geister scheiden. Die einen ignorieren ihn mehr oder weniger, die anderen halten ihn für den Begriff eines gelungenden Wochenendes.

Direckt am Ende der großen Wiese ist ein großer See zu finden, in dem es sich auch zu schwimmen lohnt. Sicher, er ist kein wirklicher Geheimtipp, an warmen Tagen finden sich eine ganze Reihe von Menschen, die ihn ihm schwimmen und auch an kalten Tagen sind Neo-Schwimmer zu sichten.

Es handelt sich dabei um ein Gewässer, dass um die zwei Meter tief ist und wohl so an die 300 Meter Länge bieten kann. In der Breite sind es vielleicht um die 100 Meter. Im Gegensatz zu den echten Badeseen der Stadt kann dieser unechte relativ gut mit dem HVV oder Rad erreicht werden. Aber er ist natürlich wiedermal kein wirklicher Badesee. Direkt an ihm findet sich das Naturbad Stadtparksee, da darf gegen Zahlung eines Eintrittes gebadet werden.

Im Stadtparksee ist es wiedermal ein Graubereich. Es scheint nicht verboten, aber es ist eben auch nicht erlaubt, sonst währe es ja ein Badesee. Abgesehen von den Kanus ist es vor allem die weiße Flotte, die hier gefährlich werden kann. Diese kommen aber in der Regel in langsamen Tempo in den See, so dass man gut an den Rand schwimmen kann. In der Regel fahren sie dabei langsam rein, machen die Motoren aus, treiben an der Kaimauer zum Naturbad den See hinunter und geben dann wieder bei der Wende Gass. Ausgestattet mit einer Badekappe scheint mir der Sicherheit genüge getan, aber das muss wieder jeder selbst entscheiden.

Im Gegensatz zur Alster wird der Stadtparksee relativ schnell warm. Er ist zwar über die Goldbek mit der Alster verbunden, ist aber nicht wirklich ein fließendes Gewässer. Entsprechend neigt er dazu zu stinken. Da sich keine Messergebnisse finden lassen ist es wiedermal eine Gefühlssache ob man hier baden darf oder nicht.

Sehr nett ist nebenbei, dass man gelegendlich beim Schwimmen durch ein OpenAir beschallt wird. Dieses ist auch während des Schwimmens gut zu hören. Ebenfalls besonders schön ist es Nachts in den See zu gehen und sich Sterneschauend im Wasser treiben zu lassen – Sicher wiedermal mit eigenen Gefahren verbunden.

Zu den Gefahren muss wohl auch hier wieder die Sichttiefe gezählt werden. Knapp nen halben Meter, mehr nicht. Untergehen sollte man also wiedermal lassen, den finden tut man hier nur schwer jemand. Ebenfalls unangenehm ist das Ufer. Viele Betrunkende im Park lassen viel Mist vermuten. Sicherer ist es da an den Stegen rein und raus zu gehen, den dort ist das Wasser so tief, dass man den Boden nicht berühert.