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BILD macht Hoffnungen für das Schwimmen in der Alster

Dezember 20, 2008

Da war ich dann doch überrascht. Bei Bild war zu lesen, dass es vielleicht bald Möglich sein wird „in“ und nicht „auf“ bzw „an“ der Alster zu baden. Die beiden Schwimmbadmodelle  sind ja nun bekannt. Bei dem einen schwimmt man „auf“ der Alster – in entsprechenden Badebecken – bei dem anderen „an“ der Alster.

Daher für mich nicht interessant, ich will ja „in“ der Alster schwimmen. Und genau das erklärt die Bild nun für Möglich (hier der Artikel). „Das Schwimmen in der Alster ist zwar nicht gänzlich verboten, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) rät aber unter anderem wegen des trüben Wassers bislang dringend davon ab. ´Die Sichtweite beträgt nicht einmal einen Meter. Das kann zu Verletzungen führen`, erklärt Sprecher Volker Dumann. Mit dem neuen System könnte das Baden bald ganz offiziell erlaubt werden“ [Bild.de].

Obwohl es sich um einen Artikel der Bild handelt – hier hätte  ich wohl kritischer werden sollen – musste ich der Sache nachgehen. Berlin macht es schon, Hamburg könnte es machen, die Lösung bietet Luritec, dessen Homepage mir dann aber gleich jede Hoffnung nahm [Homepage von Luritec].

Die Berliner bauen offenbar, so verstehe ich zumindest das Video von Luritec, Auffangbecken für Mischwasser im Wasser. Kurz: Vor den Überläufen, die bei Starkregen Schmutzwasser in die Alster abgeben, werden „in“ der Alster Tanks gebaut, die dieses Wasser auffangen. Ist der Regen vorbei, die Kanalisation wieder frei, wird das Wasser zurückgegeben [vgl. Video von Luritec auf ihrer Homepage].

Ja, aber dass ist wohl nicht das Problem von Hamburg liebe Bild! Ja, nach Starkregen soll man nach Aussagen an verschiedenen Stellen nicht in der Alster schwimmen [vgl. u.a. Kemper, 2006:145] . Angesichts der Wasserwerte, die für den Cityman erhoben werden, kann man aber doch zumindest die Hoffnung haben, dass die Wasserqualität heute bereits ausreichend ist. An dieser Stelle sei ein neu gefundenes Zitat von Michael Beckereit (Hamburger Wasserwerke), erwähnt:

„Wir sind stolz darauf, dass wir die Alster so sauber gemacht haben, dass die Sportler darin völlig unbedenklich schwimmen können. Das ist für ein Innenstadtgewässer absolut außergewöhnlich – und damit ein klarer Pluspunkt für Hamburg“ [Quelle: Homepage der HWW].

„Völlig unbedenklich“, dass hört sich doch gut an. Und auch die Bild hat erkannt, dass es wohl nicht um die Wasserqualität, sondern um die Sichttiefe geht. An dieser Ändert jedoch auch ein Aufangbecken nichts, den es ist nicht der Dreck, der die Alster trübe macht. Wie Polyplan in ihrem Gutachten schreiben, sind es die Huminstoffe aus dem moorreichen Oberlauf die die Sichttiefe  einschränken [vgl. Polyplan 2008:06].

Naja, aber es zeigt zumindest, dass es (A) offenbar ein Schwimminteresse gibt und (B) es einige Firmen gibt, die mit der Alster Geld verdiehnen wollen.

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Kemper, Hella. (2006): Elbschwimmer – Die Rückkehr einer Badekultur. Murmann

Solo

September 15, 2008

21:00, eine Hilfsbereite Mitbewohnerin ermöglicht das schließen des Neo. Das neu gekaufte Wassertermometer behauptet, die Alster hätte 17 Grad, neue NeoSocken an den Füssen versprechen, dass sie diesmal nicht kalt werden.

Wie die letzten Male geht es an der Schwanewik mit der Schuhlösung ins Wasser, die NeoSocken lassen es wirklich sehr viel angenehmer erscheinen, doch auch so ist das Wasser deutlich wärmer als das letzte mal. Doch zum ersten mal schwimme ich nun allein, ohne Kanu, ohne jemand zweiten.

Die Nacht ist klar, kein Boot auf der Alster, Sterne am Himmel. Dunkelheit. Ich schwimme los, gegen den Freund, der die Alster stets um 22:00 Uhr betritt ist eine Verteidigung dabei – Knicklicht. Es ist eigendlich wie immer, leichte Wellen, diesmal warme Füsse. Es geht sich gut an.

Etwa auf der Mitte wechsel ich vom Kraulschlag in den Brustschlag. Ein Fehler, vermutlich der zweite. Die Socken laufen voller Wasser, indem der Brustschlag dieses reinzudrücken scheint. Vermutlich etwas, dass nicht passiert währe, wenn ich diese unter dem Neo hätte. Das nächste mal.

Kämpfend mit den Socken, nach einer Lösung suchend, sehe ich den Alsterdampfer wie stets die Alster betritt. Ich bin in der Mitte, es gibt keinen Grund vor diesem nun zu fliehen, er wird sich schließlich wie immer am Westufer treiben lassen und dann dort weiter zum Jungfernstieg fahren.

Während ich mit den Socken kämpfe passiert es. Ich bleibe mit dem Bein am Knicklicht hängen. Unmittelbar darauf ist mein Neo auf. Super! Es wird kalt. Schwimmen mit offenem Neo ist unmöglich, der Alsterdampfer so kaum im Auge zu behalten, die 17 Grad werden spürbar. Wirklich Hoffnung den Neo wieder zuzubekommen habe ich nicht, schließlich gelingt mir dies auch im trockenem nicht. Doch ein kräftiges ziehen, bei gleichzeitigem Tauchen und motzen hilft. Der Neo ist wieder zu. Kalt bleibt es, das Knicklicht ist ab, der Alsterdampfer hält sich jedoch an sein Ritual.

Die Lust weiter zu schwimmen, angesichts der Kälte, der nicht sitzenden Socken und des fehlenden Knicklichtes, ist dahin. So schwimme ich zurück und gehe nach Hause. Übermorgen vielleicht ein zweites mal.

Außenalster Quer die II

August 31, 2008

Das war es wohl mit dem Sommer. Nachdem er sich Anfang August verabschiedet hat, ist nun davon auszugehen, dass er dieses Jahr auch nicht mehr wiederkommen wird. Dennoch, es wird weiter geschwommen – nach Meinung von FalscherFluss sogar bis Ende September, ich wünsche ihr viel Spaß!

Mangels anderer Ideen wurde die Alster wieder an der Schwanewik betreten. Die Schuhlösung bleibt praktikabel, der Ort gut geeignet – mit Schuhen. Schon beim Weg zur Alster wurde eins deutlich – heute wird es zum ersten mal wirklich kalt. Die genaue Temperatur der Alster ist zwar unbekannt, doch beim Einstieg war spürbar: der Herbst hat das Wasser erfasst. Dennoch wir schwammen los. Die Wassertemperatur war nicht angenehm aber erträglich. Das Wetter vor allem schlecht. Es nieselte, ein Umstand, der die Alster zum ersten mal mürrisch erscheinen ließ.

Aufgrund der Erfahrung mit dem Alsterdampfer vom letzten mal, waren wir diesmal mit Leuchtmitteln bewaffnet. Am Rückenband des Anzuges befestigten wir je ein Knicklicht. So ausgestattet war es sehr leicht die andere Person auszumachen. Diese leuchtete beständig kurz auf. Mitten auf der Alster schwammen wir auseinander um zu prüfen, wie der andere aus der Entfernung zu erkennen ist. Das Ergebnis: Auch mit Knicklicht schlecht. 100 Meter Entfernung und der andere verschwand in der Dunkelheit. Ob ein Schiff ein solches Leuchten wirdklich wahrnehmen wird – vor allem wenn der Kapitän davon ausgeht die Alster für sich zu haben – bleibt fraglich.

Wir entschlossen uns etwa auf der Hälfte um zudrehen, da die Kälte des Wassers unsere Füsse und Händen bereits merklich beeinflusste. Bedingt durch den Wind und die Kälte wurde diemal der Neo auch nicht am Land ausgezogen, sondern der Rückweg im selbigen zurückgelegt. Ein komisches Gefühl, aber selbst die Polizei, die an uns vorbei fuhr, nahm es so hin.

Außenalster Quer

August 25, 2008

Eine nächste Etappe auf dem Weg die Alster zu erschließen. Gegen 22:00 nahmen FalscheFluss und ich die Alster in ihrer Breite in Angriff. Von der Schwanenwik ging es zum anderen Alsterufer, genauer zum Anleger Rabenstrasse, und wieder zurück.

Es bleibt vor allem eins, wunderbar und aufregend. Das Problem einen geeigneten Einstieg zu finden, bei dem man sich nicht die Füsse aufschneidet, wurde mit Badeschuhen gelöst. Diese wurden dann im tiefen Wasser an einer Schnur mit Anker befestigt und dank ihrer Schwimmfähigkeit zurückgelassen. So konnte später auch der Ausstieg mit Schuhen geschehen.

Ungelöster bleibt das Problem der Schiffe auf der Alster. Als wir unsere Tour begannen, war keines zu sehen. Die Alster gehörte uns. Als wir etwa in der Mitte der Alster waren fuhr ein Alsterdampfer von der Oberalster kommend auf die Außenalster. Aus Erfahrung wussten wir, dass diese stets am Westufer zum Jungfernstieg fuhren, und auch eine mögliche Querung des Schiffes zu einem Anleger am Ostufer geschied an einer anderen Stelle.

Das Schiff jedoch fuhr genau bis zum Anleger Rabenstrasse. Hier ließ er sich, wie wir jetzt wissen, treiben. Vermutlich eine Tour, bei der die Alster bei Nacht irgendwelchen Auswertigen präsentiert wird. Wir versuchten dem Dampfer auszuweichen, dieses drehte jedoch langsam auf der Alster, so dass wir beständig im Bereich des Rot/grünen Sichtfeldes blieben. Entsprechend drohte das Schiff beim erneuten Aufnehmer der Fahrt in unsere Richtung zu fahren. Das wissen um die Beleuchtung eines Schiffes führte zwar nicht zu einer Situation, in der wir sicherer war, dennoch wussten wir so wenigsten, dass wir durchaus eine gewissen Gefahr vor uns hatte, den das Schiff selbst war kaum zu erkennen.

Ebenso wie das Schiff war auch FalscherFluss „unsichtbar“. Es reichten weniger als 10 Meter und sie war in der Dunkelheit verschwunden. Eine vielleicht auch noch hilfreiche Feststellung: die Wache der Wasserschutzpolizei (am Anleger Rabenstrasse) ist auch in der Nacht besetzt.

Anmerkung:

Schiffe haben ein rotes und ein grünes Licht. Insofern kann aus den Farben, die man sieht geschlossen werden, wie das Schiff fährt, ohne dass man das Schiff selbst sieht. Rot = Es kreuzt den eigenen Weg von recht nach links; Grün = es kreuzt den eigenen Weg von links nach rechts; Rot(rechts)/grün(links) = es fährt auf einen zu; grün(rechts)/rot(links) = es fährt von einem weg.

Alstertal – die Erste

August 14, 2008

Nun besteht die Alster bekannter Weise nicht nur aus dem Teil, der mitten in der Stadt zu sehen ist. Dennoch kennen wohl die wenigsten Hamburger den oberen Lauf. Ausnahmen sind hier wohl Menschen den ein Kanu gehört oder die dort wohnen.

Bis zur Ohlsdorfer Schleuse, an der sich natürlich das schwimmen verbietet, ist die Alster ein relativ normaler Fluss. Relativ weil er durch die regelmäßigen Schleusen an ihrem Lauf, eine angenehme Wassertiefe hat.

Flacher wird sie im Bereich des Alstertal und hier wurde das Wasser von Mädchen N.N., dass von nun an „Schnellschwimmer“ heißen möchte, ausführlich getestet. Meine Person, war hiervon nicht zu überzeugen, den das Wasser war vor allem ein: Kalt! – und der Neo weit weg. Wir waren am Vormittag noch auf der Alster, deren Temperatur mit geschätzen 19 Grad zum baden rief. Das Wasser im Alstertal hatte dagegen am Nachmittag geschätzt keine 15 Grad. An heißen Tagen sicher ein Segen, nur dieser Tag war nicht heiß.

Schnellschwimmer ist jedoch vom Baden im Alstertal begeistert, vielleicht auch, weil die Böschung ein hineinspringen ermöglicht und der Boden meist ein angenehmer Sandboden ist. Zudem hat hier die Alster ordentlich Strömung, auch ein Erlebnis für sich. Da gewinnt das Wort „Treibenlassen“ eine vollkommen andere Bedeutung. Was bleibt? Neo einpacken und das Schwimmen selbst ausprobieren!

Hohenfelder Bucht – die Gefahr ruft!

August 4, 2008

Die Abendsonne steht am Himmel, 25 Grad und Sturm! Der Wind hält unablässig auf die Hohenfelder Bucht zu, die Alster ist überzogen von Wellen. Mit dem Kanu heute zu begleiten erscheint unmöglich. Nicht nur die Wellen sind hier ein Problem, sondern vor allem der Wind. Doch das Wasser ruft, der August ist angebrochen und das Ende der Badezeit kommt.

Es erscheint erstmal nicht einfach eine Stelle zu finden, in der man ohne Kanu in die Alster kommt – und vor allem wieder aus ihr heraus. An der Schwanewik, neben dem Denkmal und kurz vor der Brücke, an der die Eilbek beginnt, geht das Ufer flacher ins Wasser. Doch es bleibt unschön. Die Steine unter Wasser sind so schon nicht wirklich angenehm. Durch die Wellen werden sie wirklich unangenehm. Nach dem Schwimmen stellt sich heraus, dass sowohl ich als auch „Falscher Fluss“ sich an Scherben leicht geschnitten haben – dennoch, es hat gelohnt.

Schon nach dem eintauchen wird klar, das wird ein wunderbarer Tag. Von der Schanewik geht es hin zu Tonne 7 und wieder zurück, um noch einmal die Runde zu drehen. Das Wasser ist wärmer als die Luft, hat eine wunderbare Temperatur. Die Wellen peitschen, Wasserschlucken ist heute unvermeindlich. Natur pur! Es ist das wunderbarste Schwimmerlebniss, dass ich bisher hatte.

Sicher, es ist alles, aber nicht sicher! Schnell wird klar, heute zieht jeder seine Runde, wirklich helfen wird hier schwer möglich sein. Aber man ist ein sicherer Schwimmer und auch „Falscher Fluss“ kennt die eigenen Grenzen gut. Dennoch, das Wasser ist schwer, die Wellen zwingen ihren Kurs auf, da kann man sich schnell verschätzen. So bleibt es auch bei zwei Runden, sicher ist sicher.

Eine andere Gefahr war dabei nicht zu übersehen und durch uns auch nicht zu kontrollieren. Einige Segler genossen ebenso den Wind. Wir sind mit unseren Badekappen schon bei gutem Wetter schlecht zu sehen. Bei diesem sind wir wohl unsichbar. Nicht nur dass die Segler mit sich selbst genug zu tun haben, und das aufspritzende Wasser ihnen ebenso wie uns sie Sicht nimmt, das Tempo der Boote wird wohl das überwiegende Problem sein und die Wellen verschlucken uns zudem.

Und so war es gewagt hier zu schwimmen, wenn auch kein Segler in unsere Nähe gekommen ist – dies war nicht unser verdienst, vermutlich lag es am Wind, der direkt auf die Bucht zu hielt und dazu führte, dass die Boote an der Windkante fahrend diese mieden.

Es waren insgesamt fünf oder sechs Boote die auf der Alster fuhren und sie waren von uns relativ leicht im Blick zu behalten – wenn auch die Fahrrichtung der Segler nicht immer leicht zu bestimmen war und uns die Sonne so blendete, dass es eine Stelle der Alster gab, an der wir Blind waren. Deutlich wurde hier, dass es wichtig ist, sich auf eine eindeutige Zeichensprache zu verständigen. Die Kommunikation durch Sprache wird hier fast unmöglich.

Dennoch, währe ein Segler in die Bucht gefahren, wir hätten nicht viel machen können. Ob der Plan, unter dem Boot hinweg zu tauchen funktionieren würde? Man weiß es nicht, es musste ja zum Glück nicht probiert werden. Dennoch, es war wunderbar!

Eilbek

Juli 31, 2008

Aus mehreren Gründen könnte die Eilbek bzw. der Eilbekkanal der Schwimmort für Hamburger sein, die es vorziehen länger zu schwimmen. Mit einer länge von rund 3 Km, einer schönen Breite und einer Wassertiefe von über 2 Metern hat sie bereits eine gute Anlage. Wirkliche Qualitäten entwickelt sie dadurch, dass sie von Schiffen kaum genutzt wird und auch Kanus nur selten den Weg hier her finden. Lediglich im ersten Teil verirren sich gelegendlich Boote der örtlichen Rudervereine, dies jedoch auch eher selten.

Zudem bieten sich verschiedene Stellen an, von den gestartet werden kann. An der Alster liegt die Schwanewik unmittelbar an der Mündung, der Kuhmühlenteich hat relativ flache Ufer und am oberen Ende findet sich zwei Stege.

Von der Alster kommend schwimmt sich die Eilbeck auf den ersten Metern sehr gut. Am Kuhmühlenteich kühlt sich das Wasser merklich ab, ein Umstand, der besonders bei warmen Wetter sehr angenehm sein kann. Überhaupt scheint der Kuhmühlenteich die gleichen Vorzüge wie der Stadtparksee zu haben – Wiese, Zentrale Lage – und ist zudem kühler (wichtig für die Algenbildung) und kaum genutzt. Am Ende des Kuhmühlenteiches erweckt die Wasserqualität jedoch Zweifel. Vielleicht war es etwas panisch, aber ein toter und unschön anzusehender Fisch an der Oberfläche ließ mich dann doch ins Boot steigen. Ein paar Padelschläge später stellte sich herraus, dass dies aus verschiedenen Gründen wohl sinnvoll war. Zunehmend schwammen hier größere Äste, Blätter und Gehölz, Dinge, die das Schwimmen nicht angenehmer machen und sehr weh tun können, insbesondere bei Kraulschlägen. Auch fanden sich immer wieder Flaschen und Dosen, die an der Oberfläche schwammen. Es hat den Anschein, dass die Eilbeck bis kurz vor den Kuhmühlenteich fließt und sich der ganze Unrat, mit dem in einem Kanal immer zu rechnen ist, hier konzentriert.

Vielleicht 700 Meter später reduziert sich der an der Oberfläche schwimmende Unrat und das Wasser läd wieder zum schwimmen ein. Zu schade, aber durch diese Unterbrechung in der Mitte, in der ein schwimmen wirklich nur sehr bedingt angenehm erscheint, verkommt die 3 Km Strecke zu zwei knapp 1 Kilometer langen Teilstücken. Mist! Unbedingt im Kopf behalten sollte man unterdes den Kuhmühlenteich als Alternative zum Stadtparksee.

Hohenfelder Bucht

Juli 8, 2008

Es soll sich ja auch den kleinen Wasserflächen zugewant werden, wobei beim der Hohenfelder Bucht nicht ganz klar scheint, ob damit die Wasserfläche vor Hohenfelde gemeint ist, oder nur der kleine Teich, zwischen Schwanewik, Barcastrasse, Sechslingsforte und Buchtstrasse. In vielen Beiträgen wird die Wasserfläche der Alster vor Hohenfelde als Hohenfelder Bucht bezeichnet – und darauf hingewiesen, dass hier ein Schwimmbad entstehen soll, kann oder muss. Im Stadtplan jedoch ist nur dieser kleine Teich so bezeichnet.

Hier ist nun die kleine Wasserfläche gemeint, wobei mit 60m mal 40m ist sie größer als so manche Schwimmbad. Ihr gebührt daher ein genauer Blick. Dabei zeigt sich jedoch schnell, dass sie zum Schwimmen nicht wirklich geeignet ist.

Von Seerosen umrandet – in den ja bekanntlich weder geschwommen werden darf, noch der Versuch unternommen werden sollte – bietet sich zwar in der Mitte eine annehmbare Wasserfläche, diese kann jedoch nur über die Stege des Kanuvereins erreicht werden – und die sind bekanntlich Privat. Ob es sich bei der Bucht insgesamt um ein Privatgrund handelt entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Weg über die Ufer ergibt sich durch die Seerosen nicht, und wo diese einen Weg lassen, ist das Ufer von viel stinkenden Unrat übersäht. Absolut Bäh!

Sicher, man könnte sich mit dem Kanuverein verständigen und fleißig um die aufgestellten Tore schwimmen, immerhin etwa eine 100m Bahn. Aber 50m weiter ist die Alster und wer will dann schon … obwohl es sicher eine Alternative sein könnte, wenn kein zweiter Mann/Frau für das Kanu aufzutreiben ist.

Goldbek

Juli 7, 2008

Am Anfang des Tages standen Kanäle eigendlich überhaupt nicht auf dem Zettel. Man sieht sie zwar ständig, aber ihn ihnen zu schwimmen ist mir bisher noch nicht eingefallen.

Der Stadtparksee war jedoch zu warm und so probierte man einfach mal aus, was passiert, wenn man durch die Brücke schwimmt. Es wird kälter und es entwickelt sich ein vollkommen neues Schwimmgefühl. In einem See von einer Seite zur anderen zu Schwimmen ist das eine, aber in einem Kanal ergibt sich die Richtung und der Sinn auf eine andere Weise.

Der einzige Sinn eines Kanals besteht darin a: mit b: zu verbinden und anders als ein Fluss wurde er ganau dafür gebaut. Und so schwimmt es sich in einem Kanal wie in einer nicht endenen Bahn eines Schwimmbades, sind auf beiden Seiten wie Wellenbrecher Ufer zu sehen, an den sich das eigene Tempo ablesen lässt. Nach vorn zeigt sich eine undefierte Weite und nach hinten lässt sich sehen wie weit man geschwommen ist.

Das geht in der Goldbek um so besser, als sie mehr oder minder grade ist. Ebenfalls lustiger sind die Passanten, den man hier beim schwimmen fast ins Gesicht schauen kann – doch auch nett, und zugegeben Selbstinzenierung, aber auch dass muss in einer so großen Stadt erlaubt sein.

Schwieriger ist in der Goldbek, dass sie rechts und links mehr oder minder von Privatgrund oder hohen Mauern umgeben ist. Entsprechend ergeben sich kaum ein- und ausstiege. Abgesehen vom Stadtparksee und dem Goldbekhaus ist mir nur noch die Alsterwiese aufgefallen. Vom Stadtparksee bis zum Goldbeckhaus sind es dabei rund 1,5 km. Vom Goldbekhaus bis zur Alster wiederum um die 2 km. Sicher eine nette Strecke, nur ist es wirklich erstrebenswert in Badehose mit dem Bus zu fahren?

Also muss auch hier aus praktischen Gründen schon ein Kanu mit. Aber auch aus Sicherheitsgründen ist es wohl zu Empfehlen. Anders als auf der Alster oder dem Stadtparksee fährt hier die Weiße Flotte sehr dicht an einem Vorbei. So ist es in jedem Fall notwendig sich irgendwo in Sicherheit zu bringen. Und darauf zu hoffen, dass der Ausstieg am Goldbekhaus gerade vor der Nase liegt ist wohl sehr gewagt, ebenso wie die These, dass man schneller schwimmt. Das mag zwar durchaus sein, da die Schiffe sehr langsam sind, aber sie können einem ja auch mal entgegen kommen.

Anders als beim See findet sich hier auch im Sommer allerhand Natur. So schwimmen neben Blättern und geäßt auch allerhand andere Dinge durch die Gegend. Abgesehen von einer toten Ente – Kopf nach unten schwimmend Bäh! – sah ich jedoch nicht, dass ich als Gesundheitsgefährdend einschätze. Sicher, das wirklich gefährliche sehe ich nicht, und wie die Wasserqualität ist, weiß ich nicht. Am Ende des Goldbekkanals, wo er in den Rondelkanal mündet stank es schon sehr, und auch die Schiffe hinterlassen einen unangenehmen Film.

Davon abgesehen ist die rumschwimmende Natur aber mit unter unangenehm. Abgesehen davon, dass man auf einen Stoch hauen kann, der knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt, traf ich auch einen Dornenast, der meine Hand entsprechend aussehen ließ. Aber nur die harten …

Vom Grundsatz sicher sehr gut, aber die Schiffe, die Natur und die wenigen Aus- und Einstiege, verbunden mit der Enge des Kanals mutivieren mich doch noch die anderen zu schwimmen.

Tiefe? Ich habe nie den Boden berühert, es jedoch auch nicht immer probiert. Vermute so um die 1,8m. Etwas besonderes ist es jedoch, wenn man aus dem Rondeelkanal in die Alster schwimmt. Sieht toll aus!

Stadtparksee

Juli 7, 2008

Der Stadtpark, einer jener Orte, an den sich die Geister scheiden. Die einen ignorieren ihn mehr oder weniger, die anderen halten ihn für den Begriff eines gelungenden Wochenendes.

Direckt am Ende der großen Wiese ist ein großer See zu finden, in dem es sich auch zu schwimmen lohnt. Sicher, er ist kein wirklicher Geheimtipp, an warmen Tagen finden sich eine ganze Reihe von Menschen, die ihn ihm schwimmen und auch an kalten Tagen sind Neo-Schwimmer zu sichten.

Es handelt sich dabei um ein Gewässer, dass um die zwei Meter tief ist und wohl so an die 300 Meter Länge bieten kann. In der Breite sind es vielleicht um die 100 Meter. Im Gegensatz zu den echten Badeseen der Stadt kann dieser unechte relativ gut mit dem HVV oder Rad erreicht werden. Aber er ist natürlich wiedermal kein wirklicher Badesee. Direkt an ihm findet sich das Naturbad Stadtparksee, da darf gegen Zahlung eines Eintrittes gebadet werden.

Im Stadtparksee ist es wiedermal ein Graubereich. Es scheint nicht verboten, aber es ist eben auch nicht erlaubt, sonst währe es ja ein Badesee. Abgesehen von den Kanus ist es vor allem die weiße Flotte, die hier gefährlich werden kann. Diese kommen aber in der Regel in langsamen Tempo in den See, so dass man gut an den Rand schwimmen kann. In der Regel fahren sie dabei langsam rein, machen die Motoren aus, treiben an der Kaimauer zum Naturbad den See hinunter und geben dann wieder bei der Wende Gass. Ausgestattet mit einer Badekappe scheint mir der Sicherheit genüge getan, aber das muss wieder jeder selbst entscheiden.

Im Gegensatz zur Alster wird der Stadtparksee relativ schnell warm. Er ist zwar über die Goldbek mit der Alster verbunden, ist aber nicht wirklich ein fließendes Gewässer. Entsprechend neigt er dazu zu stinken. Da sich keine Messergebnisse finden lassen ist es wiedermal eine Gefühlssache ob man hier baden darf oder nicht.

Sehr nett ist nebenbei, dass man gelegendlich beim Schwimmen durch ein OpenAir beschallt wird. Dieses ist auch während des Schwimmens gut zu hören. Ebenfalls besonders schön ist es Nachts in den See zu gehen und sich Sterneschauend im Wasser treiben zu lassen – Sicher wiedermal mit eigenen Gefahren verbunden.

Zu den Gefahren muss wohl auch hier wieder die Sichttiefe gezählt werden. Knapp nen halben Meter, mehr nicht. Untergehen sollte man also wiedermal lassen, den finden tut man hier nur schwer jemand. Ebenfalls unangenehm ist das Ufer. Viele Betrunkende im Park lassen viel Mist vermuten. Sicherer ist es da an den Stegen rein und raus zu gehen, den dort ist das Wasser so tief, dass man den Boden nicht berühert.