Hohenfelder Bucht – die Gefahr ruft!

By alsterschwimmer

Die Abendsonne steht am Himmel, 25 Grad und Sturm! Der Wind hält unablässig auf die Hohenfelder Bucht zu, die Alster ist überzogen von Wellen. Mit dem Kanu heute zu begleiten erscheint unmöglich. Nicht nur die Wellen sind hier ein Problem, sondern vor allem der Wind. Doch das Wasser ruft, der August ist angebrochen und das Ende der Badezeit kommt.

Es erscheint erstmal nicht einfach eine Stelle zu finden, in der man ohne Kanu in die Alster kommt – und vor allem wieder aus ihr heraus. An der Schwanewik, neben dem Denkmal und kurz vor der Brücke, an der die Eilbek beginnt, geht das Ufer flacher ins Wasser. Doch es bleibt unschön. Die Steine unter Wasser sind so schon nicht wirklich angenehm. Durch die Wellen werden sie wirklich unangenehm. Nach dem Schwimmen stellt sich heraus, dass sowohl ich als auch „Falscher Fluss“ sich an Scherben leicht geschnitten haben – dennoch, es hat gelohnt.

Schon nach dem eintauchen wird klar, das wird ein wunderbarer Tag. Von der Schanewik geht es hin zu Tonne 7 und wieder zurück, um noch einmal die Runde zu drehen. Das Wasser ist wärmer als die Luft, hat eine wunderbare Temperatur. Die Wellen peitschen, Wasserschlucken ist heute unvermeindlich. Natur pur! Es ist das wunderbarste Schwimmerlebniss, dass ich bisher hatte.

Sicher, es ist alles, aber nicht sicher! Schnell wird klar, heute zieht jeder seine Runde, wirklich helfen wird hier schwer möglich sein. Aber man ist ein sicherer Schwimmer und auch „Falscher Fluss“ kennt die eigenen Grenzen gut. Dennoch, das Wasser ist schwer, die Wellen zwingen ihren Kurs auf, da kann man sich schnell verschätzen. So bleibt es auch bei zwei Runden, sicher ist sicher.

Eine andere Gefahr war dabei nicht zu übersehen und durch uns auch nicht zu kontrollieren. Einige Segler genossen ebenso den Wind. Wir sind mit unseren Badekappen schon bei gutem Wetter schlecht zu sehen. Bei diesem sind wir wohl unsichbar. Nicht nur dass die Segler mit sich selbst genug zu tun haben, und das aufspritzende Wasser ihnen ebenso wie uns sie Sicht nimmt, das Tempo der Boote wird wohl das überwiegende Problem sein und die Wellen verschlucken uns zudem.

Und so war es gewagt hier zu schwimmen, wenn auch kein Segler in unsere Nähe gekommen ist – dies war nicht unser verdienst, vermutlich lag es am Wind, der direkt auf die Bucht zu hielt und dazu führte, dass die Boote an der Windkante fahrend diese mieden.

Es waren insgesamt fünf oder sechs Boote die auf der Alster fuhren und sie waren von uns relativ leicht im Blick zu behalten – wenn auch die Fahrrichtung der Segler nicht immer leicht zu bestimmen war und uns die Sonne so blendete, dass es eine Stelle der Alster gab, an der wir Blind waren. Deutlich wurde hier, dass es wichtig ist, sich auf eine eindeutige Zeichensprache zu verständigen. Die Kommunikation durch Sprache wird hier fast unmöglich.

Dennoch, währe ein Segler in die Bucht gefahren, wir hätten nicht viel machen können. Ob der Plan, unter dem Boot hinweg zu tauchen funktionieren würde? Man weiß es nicht, es musste ja zum Glück nicht probiert werden. Dennoch, es war wunderbar!

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