Das war es wohl mit dem Sommer. Nachdem er sich Anfang August verabschiedet hat, ist nun davon auszugehen, dass er dieses Jahr auch nicht mehr wiederkommen wird. Dennoch, es wird weiter geschwommen – nach Meinung von FalscherFluss sogar bis Ende September, ich wünsche ihr viel Spaß!
Mangels anderer Ideen wurde die Alster wieder an der Schwanewik betreten. Die Schuhlösung bleibt praktikabel, der Ort gut geeignet – mit Schuhen. Schon beim Weg zur Alster wurde eins deutlich – heute wird es zum ersten mal wirklich kalt. Die genaue Temperatur der Alster ist zwar unbekannt, doch beim Einstieg war spürbar: der Herbst hat das Wasser erfasst. Dennoch wir schwammen los. Die Wassertemperatur war nicht angenehm aber erträglich. Das Wetter vor allem schlecht. Es nieselte, ein Umstand, der die Alster zum ersten mal mürrisch erscheinen ließ.
Aufgrund der Erfahrung mit dem Alsterdampfer vom letzten mal, waren wir diesmal mit Leuchtmitteln bewaffnet. Am Rückenband des Anzuges befestigten wir je ein Knicklicht. So ausgestattet war es sehr leicht die andere Person auszumachen. Diese leuchtete beständig kurz auf. Mitten auf der Alster schwammen wir auseinander um zu prüfen, wie der andere aus der Entfernung zu erkennen ist. Das Ergebnis: Auch mit Knicklicht schlecht. 100 Meter Entfernung und der andere verschwand in der Dunkelheit. Ob ein Schiff ein solches Leuchten wirdklich wahrnehmen wird – vor allem wenn der Kapitän davon ausgeht die Alster für sich zu haben – bleibt fraglich.
Wir entschlossen uns etwa auf der Hälfte um zudrehen, da die Kälte des Wassers unsere Füsse und Händen bereits merklich beeinflusste. Bedingt durch den Wind und die Kälte wurde diemal der Neo auch nicht am Land ausgezogen, sondern der Rückweg im selbigen zurückgelegt. Ein komisches Gefühl, aber selbst die Polizei, die an uns vorbei fuhr, nahm es so hin.
