Der Stadtpark, einer jener Orte, an den sich die Geister scheiden. Die einen ignorieren ihn mehr oder weniger, die anderen halten ihn für den Begriff eines gelungenden Wochenendes.
Direckt am Ende der großen Wiese ist ein großer See zu finden, in dem es sich auch zu schwimmen lohnt. Sicher, er ist kein wirklicher Geheimtipp, an warmen Tagen finden sich eine ganze Reihe von Menschen, die ihn ihm schwimmen und auch an kalten Tagen sind Neo-Schwimmer zu sichten.
Es handelt sich dabei um ein Gewässer, dass um die zwei Meter tief ist und wohl so an die 300 Meter Länge bieten kann. In der Breite sind es vielleicht um die 100 Meter. Im Gegensatz zu den echten Badeseen der Stadt kann dieser unechte relativ gut mit dem HVV oder Rad erreicht werden. Aber er ist natürlich wiedermal kein wirklicher Badesee. Direkt an ihm findet sich das Naturbad Stadtparksee, da darf gegen Zahlung eines Eintrittes gebadet werden.
Im Stadtparksee ist es wiedermal ein Graubereich. Es scheint nicht verboten, aber es ist eben auch nicht erlaubt, sonst währe es ja ein Badesee. Abgesehen von den Kanus ist es vor allem die weiße Flotte, die hier gefährlich werden kann. Diese kommen aber in der Regel in langsamen Tempo in den See, so dass man gut an den Rand schwimmen kann. In der Regel fahren sie dabei langsam rein, machen die Motoren aus, treiben an der Kaimauer zum Naturbad den See hinunter und geben dann wieder bei der Wende Gass. Ausgestattet mit einer Badekappe scheint mir der Sicherheit genüge getan, aber das muss wieder jeder selbst entscheiden.
Im Gegensatz zur Alster wird der Stadtparksee relativ schnell warm. Er ist zwar über die Goldbek mit der Alster verbunden, ist aber nicht wirklich ein fließendes Gewässer. Entsprechend neigt er dazu zu stinken. Da sich keine Messergebnisse finden lassen ist es wiedermal eine Gefühlssache ob man hier baden darf oder nicht.
Sehr nett ist nebenbei, dass man gelegendlich beim Schwimmen durch ein OpenAir beschallt wird. Dieses ist auch während des Schwimmens gut zu hören. Ebenfalls besonders schön ist es Nachts in den See zu gehen und sich Sterneschauend im Wasser treiben zu lassen – Sicher wiedermal mit eigenen Gefahren verbunden.
Zu den Gefahren muss wohl auch hier wieder die Sichttiefe gezählt werden. Knapp nen halben Meter, mehr nicht. Untergehen sollte man also wiedermal lassen, den finden tut man hier nur schwer jemand. Ebenfalls unangenehm ist das Ufer. Viele Betrunkende im Park lassen viel Mist vermuten. Sicherer ist es da an den Stegen rein und raus zu gehen, den dort ist das Wasser so tief, dass man den Boden nicht berühert.
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