Archiv für Juli 2008

Eilbek

Juli 31, 2008

Aus mehreren Gründen könnte die Eilbek bzw. der Eilbekkanal der Schwimmort für Hamburger sein, die es vorziehen länger zu schwimmen. Mit einer länge von rund 3 Km, einer schönen Breite und einer Wassertiefe von über 2 Metern hat sie bereits eine gute Anlage. Wirkliche Qualitäten entwickelt sie dadurch, dass sie von Schiffen kaum genutzt wird und auch Kanus nur selten den Weg hier her finden. Lediglich im ersten Teil verirren sich gelegendlich Boote der örtlichen Rudervereine, dies jedoch auch eher selten.

Zudem bieten sich verschiedene Stellen an, von den gestartet werden kann. An der Alster liegt die Schwanewik unmittelbar an der Mündung, der Kuhmühlenteich hat relativ flache Ufer und am oberen Ende findet sich zwei Stege.

Von der Alster kommend schwimmt sich die Eilbeck auf den ersten Metern sehr gut. Am Kuhmühlenteich kühlt sich das Wasser merklich ab, ein Umstand, der besonders bei warmen Wetter sehr angenehm sein kann. Überhaupt scheint der Kuhmühlenteich die gleichen Vorzüge wie der Stadtparksee zu haben – Wiese, Zentrale Lage – und ist zudem kühler (wichtig für die Algenbildung) und kaum genutzt. Am Ende des Kuhmühlenteiches erweckt die Wasserqualität jedoch Zweifel. Vielleicht war es etwas panisch, aber ein toter und unschön anzusehender Fisch an der Oberfläche ließ mich dann doch ins Boot steigen. Ein paar Padelschläge später stellte sich herraus, dass dies aus verschiedenen Gründen wohl sinnvoll war. Zunehmend schwammen hier größere Äste, Blätter und Gehölz, Dinge, die das Schwimmen nicht angenehmer machen und sehr weh tun können, insbesondere bei Kraulschlägen. Auch fanden sich immer wieder Flaschen und Dosen, die an der Oberfläche schwammen. Es hat den Anschein, dass die Eilbeck bis kurz vor den Kuhmühlenteich fließt und sich der ganze Unrat, mit dem in einem Kanal immer zu rechnen ist, hier konzentriert.

Vielleicht 700 Meter später reduziert sich der an der Oberfläche schwimmende Unrat und das Wasser läd wieder zum schwimmen ein. Zu schade, aber durch diese Unterbrechung in der Mitte, in der ein schwimmen wirklich nur sehr bedingt angenehm erscheint, verkommt die 3 Km Strecke zu zwei knapp 1 Kilometer langen Teilstücken. Mist! Unbedingt im Kopf behalten sollte man unterdes den Kuhmühlenteich als Alternative zum Stadtparksee.

Elbschwimmer – Die Rückkehr einer Badekultur (Hella Kemper)

Juli 20, 2008

Über 150 Seiten wendet sich Hella Kemper, in einem reich bebilderten Buch, dem Schwimmen in der Hamburger Elbe zu. Es wundert heute nicht mehr, das ein so spezielles Buch den Weg in die Buchhandlungen gefunden hat, jedoch zeigt der Umstand, dass das Buch 2006 auf den Markt kam und bereits 2008 wieder von ihm genommen wurde, dass es nur eine sehr begrenzte Nachfrage gab. Ein Blick auf die Elbe lässt auch fragen, wo den die vielen Elbschwimmer sind, die dieses Buch kaufen sollen.

Fünf dieser Menschen werden in dem Buch vorgestellt und auch die Autorin gehört zu ihnen. Ein quer zum Buch laufendes Tagebuch mit ihren Erlebnissen bildet die Klammer für das Buch. Nette Idee und nette Aufmachung, doch es reicht nicht.

Beginnen tut das Buch mit einer geschichtlichen Darstellung des Elbschwimmens in Hamburg. Über rund sechzig Seiten werden alle ihr bekannten Badeorte vorgestellt werden und mit einzelnen Geschichten versehen. Zu lang für ein Lesebuch, dass den interessierten Elbschwimmer heute ansprechen soll. Für eine historische Arbeit wiederum zu kurz, mit zu engem Blick und leider fast vollständig ohne Quellangaben – für ein Lesebuch ja auch nicht notwendig. Es macht den Eindruck, als ob hier ordentlich recherchiert wurde und beim verfassen des Werkes all diese Informationen, die nicht selten losgelöst erscheinen, ins Werk sollten. Vielleicht währe hier weniger mehr gewesen.

Nett zu lesen sind die Porträts der Elbschwimmer. Nicht zu lang, nicht zu kurz und es lassen sich die eine oder andere Kleinigkeit in Erfahrung bringen, die für das Schwimmen in der Elbe hilfreich sein können. Sie kommen aber ebenso zufällig, wie im Tagebuch. Herausgearbeitet werden sie nicht, leider. Die Rückkehr einer Badekultur nennt die Autorin das Buch im Untertitel, nur den Rückkehrenden wird kaum etwas systematisiert an die Hand gereicht.

Aber vielleicht muss dies so sein, vielleicht ist es eben der individuelle und emanzipierende Schritt, den jeder gehen muss, will er Elbschwimmer werden. Das sammeln eigener Erfahrungen und das vorsichtige heran tasten. Aber wozu dann dieses Buch? Es zeigt wie es war, wie andere es heute leben und, das ist der letzte Abschnitt des Buches, wie es irgendwie irgendwann sein könnte. Nett zu lesen, aber eben auch nicht mehr.

Wer eine Bettlektüre braucht und sich vom Schwimmen und der Elbe angesprochen fühlt, der ist mit diesem Buch gut beraten. Wer konkrete Informationen sucht, ob historisch, für die Zukunft oder für seinen Plan in der Elbe schwimmen zu gehen, muss sich die Fragmente nehmen, die das Buch bietet. Da es konkurrenzlos ist, bleibt es hier die erste Wahl.

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Hella Kemper, Elbschwimmer – Die Rückkehr einer Badekultur, Murmann Verlag, 2006, ISBN 3-938017-54-6, 19,90€

Hohenfelder Bucht

Juli 8, 2008

Es soll sich ja auch den kleinen Wasserflächen zugewant werden, wobei beim der Hohenfelder Bucht nicht ganz klar scheint, ob damit die Wasserfläche vor Hohenfelde gemeint ist, oder nur der kleine Teich, zwischen Schwanewik, Barcastrasse, Sechslingsforte und Buchtstrasse. In vielen Beiträgen wird die Wasserfläche der Alster vor Hohenfelde als Hohenfelder Bucht bezeichnet – und darauf hingewiesen, dass hier ein Schwimmbad entstehen soll, kann oder muss. Im Stadtplan jedoch ist nur dieser kleine Teich so bezeichnet.

Hier ist nun die kleine Wasserfläche gemeint, wobei mit 60m mal 40m ist sie größer als so manche Schwimmbad. Ihr gebührt daher ein genauer Blick. Dabei zeigt sich jedoch schnell, dass sie zum Schwimmen nicht wirklich geeignet ist.

Von Seerosen umrandet – in den ja bekanntlich weder geschwommen werden darf, noch der Versuch unternommen werden sollte – bietet sich zwar in der Mitte eine annehmbare Wasserfläche, diese kann jedoch nur über die Stege des Kanuvereins erreicht werden – und die sind bekanntlich Privat. Ob es sich bei der Bucht insgesamt um ein Privatgrund handelt entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Weg über die Ufer ergibt sich durch die Seerosen nicht, und wo diese einen Weg lassen, ist das Ufer von viel stinkenden Unrat übersäht. Absolut Bäh!

Sicher, man könnte sich mit dem Kanuverein verständigen und fleißig um die aufgestellten Tore schwimmen, immerhin etwa eine 100m Bahn. Aber 50m weiter ist die Alster und wer will dann schon … obwohl es sicher eine Alternative sein könnte, wenn kein zweiter Mann/Frau für das Kanu aufzutreiben ist.

Goldbek

Juli 7, 2008

Am Anfang des Tages standen Kanäle eigendlich überhaupt nicht auf dem Zettel. Man sieht sie zwar ständig, aber ihn ihnen zu schwimmen ist mir bisher noch nicht eingefallen.

Der Stadtparksee war jedoch zu warm und so probierte man einfach mal aus, was passiert, wenn man durch die Brücke schwimmt. Es wird kälter und es entwickelt sich ein vollkommen neues Schwimmgefühl. In einem See von einer Seite zur anderen zu Schwimmen ist das eine, aber in einem Kanal ergibt sich die Richtung und der Sinn auf eine andere Weise.

Der einzige Sinn eines Kanals besteht darin a: mit b: zu verbinden und anders als ein Fluss wurde er ganau dafür gebaut. Und so schwimmt es sich in einem Kanal wie in einer nicht endenen Bahn eines Schwimmbades, sind auf beiden Seiten wie Wellenbrecher Ufer zu sehen, an den sich das eigene Tempo ablesen lässt. Nach vorn zeigt sich eine undefierte Weite und nach hinten lässt sich sehen wie weit man geschwommen ist.

Das geht in der Goldbek um so besser, als sie mehr oder minder grade ist. Ebenfalls lustiger sind die Passanten, den man hier beim schwimmen fast ins Gesicht schauen kann – doch auch nett, und zugegeben Selbstinzenierung, aber auch dass muss in einer so großen Stadt erlaubt sein.

Schwieriger ist in der Goldbek, dass sie rechts und links mehr oder minder von Privatgrund oder hohen Mauern umgeben ist. Entsprechend ergeben sich kaum ein- und ausstiege. Abgesehen vom Stadtparksee und dem Goldbekhaus ist mir nur noch die Alsterwiese aufgefallen. Vom Stadtparksee bis zum Goldbeckhaus sind es dabei rund 1,5 km. Vom Goldbekhaus bis zur Alster wiederum um die 2 km. Sicher eine nette Strecke, nur ist es wirklich erstrebenswert in Badehose mit dem Bus zu fahren?

Also muss auch hier aus praktischen Gründen schon ein Kanu mit. Aber auch aus Sicherheitsgründen ist es wohl zu Empfehlen. Anders als auf der Alster oder dem Stadtparksee fährt hier die Weiße Flotte sehr dicht an einem Vorbei. So ist es in jedem Fall notwendig sich irgendwo in Sicherheit zu bringen. Und darauf zu hoffen, dass der Ausstieg am Goldbekhaus gerade vor der Nase liegt ist wohl sehr gewagt, ebenso wie die These, dass man schneller schwimmt. Das mag zwar durchaus sein, da die Schiffe sehr langsam sind, aber sie können einem ja auch mal entgegen kommen.

Anders als beim See findet sich hier auch im Sommer allerhand Natur. So schwimmen neben Blättern und geäßt auch allerhand andere Dinge durch die Gegend. Abgesehen von einer toten Ente – Kopf nach unten schwimmend Bäh! – sah ich jedoch nicht, dass ich als Gesundheitsgefährdend einschätze. Sicher, das wirklich gefährliche sehe ich nicht, und wie die Wasserqualität ist, weiß ich nicht. Am Ende des Goldbekkanals, wo er in den Rondelkanal mündet stank es schon sehr, und auch die Schiffe hinterlassen einen unangenehmen Film.

Davon abgesehen ist die rumschwimmende Natur aber mit unter unangenehm. Abgesehen davon, dass man auf einen Stoch hauen kann, der knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt, traf ich auch einen Dornenast, der meine Hand entsprechend aussehen ließ. Aber nur die harten …

Vom Grundsatz sicher sehr gut, aber die Schiffe, die Natur und die wenigen Aus- und Einstiege, verbunden mit der Enge des Kanals mutivieren mich doch noch die anderen zu schwimmen.

Tiefe? Ich habe nie den Boden berühert, es jedoch auch nicht immer probiert. Vermute so um die 1,8m. Etwas besonderes ist es jedoch, wenn man aus dem Rondeelkanal in die Alster schwimmt. Sieht toll aus!

Stadtparksee

Juli 7, 2008

Der Stadtpark, einer jener Orte, an den sich die Geister scheiden. Die einen ignorieren ihn mehr oder weniger, die anderen halten ihn für den Begriff eines gelungenden Wochenendes.

Direckt am Ende der großen Wiese ist ein großer See zu finden, in dem es sich auch zu schwimmen lohnt. Sicher, er ist kein wirklicher Geheimtipp, an warmen Tagen finden sich eine ganze Reihe von Menschen, die ihn ihm schwimmen und auch an kalten Tagen sind Neo-Schwimmer zu sichten.

Es handelt sich dabei um ein Gewässer, dass um die zwei Meter tief ist und wohl so an die 300 Meter Länge bieten kann. In der Breite sind es vielleicht um die 100 Meter. Im Gegensatz zu den echten Badeseen der Stadt kann dieser unechte relativ gut mit dem HVV oder Rad erreicht werden. Aber er ist natürlich wiedermal kein wirklicher Badesee. Direkt an ihm findet sich das Naturbad Stadtparksee, da darf gegen Zahlung eines Eintrittes gebadet werden.

Im Stadtparksee ist es wiedermal ein Graubereich. Es scheint nicht verboten, aber es ist eben auch nicht erlaubt, sonst währe es ja ein Badesee. Abgesehen von den Kanus ist es vor allem die weiße Flotte, die hier gefährlich werden kann. Diese kommen aber in der Regel in langsamen Tempo in den See, so dass man gut an den Rand schwimmen kann. In der Regel fahren sie dabei langsam rein, machen die Motoren aus, treiben an der Kaimauer zum Naturbad den See hinunter und geben dann wieder bei der Wende Gass. Ausgestattet mit einer Badekappe scheint mir der Sicherheit genüge getan, aber das muss wieder jeder selbst entscheiden.

Im Gegensatz zur Alster wird der Stadtparksee relativ schnell warm. Er ist zwar über die Goldbek mit der Alster verbunden, ist aber nicht wirklich ein fließendes Gewässer. Entsprechend neigt er dazu zu stinken. Da sich keine Messergebnisse finden lassen ist es wiedermal eine Gefühlssache ob man hier baden darf oder nicht.

Sehr nett ist nebenbei, dass man gelegendlich beim Schwimmen durch ein OpenAir beschallt wird. Dieses ist auch während des Schwimmens gut zu hören. Ebenfalls besonders schön ist es Nachts in den See zu gehen und sich Sterneschauend im Wasser treiben zu lassen – Sicher wiedermal mit eigenen Gefahren verbunden.

Zu den Gefahren muss wohl auch hier wieder die Sichttiefe gezählt werden. Knapp nen halben Meter, mehr nicht. Untergehen sollte man also wiedermal lassen, den finden tut man hier nur schwer jemand. Ebenfalls unangenehm ist das Ufer. Viele Betrunkende im Park lassen viel Mist vermuten. Sicherer ist es da an den Stegen rein und raus zu gehen, den dort ist das Wasser so tief, dass man den Boden nicht berühert.

Alster

Juli 7, 2008

Sie ist der See der Seen, das Mecka der Schwimmwelt. Was kann man sich schöneres Vorstellen als mitten in der Stadt zu schwimmen – vor der Kulisse und wer mag kann locker 3 Km ohne Wende seine Bahn ziehen. Wunderbar!

Dabei war das Schwimmen in der Alster wohl durchaus mal gängig. 1792 soll an der Schwanewik das Schwimmbad Alsterlust. In der Morgenpost fand sich letztes Jahr einmal ein Foto dieser Badeanstallt. Traumhaft, ein wenig googeln lohnt sich hier für den Interessierten, das Urheberrecht verbietet es hier das Bild zu übernehmen. Mit dem zweiten Weltkrieg war dann der Badespaß in der Alster beendet, das Bad schloss seine Türen.

Nun die Wende. Der Bürgermeister unterbricht seinen Sommerurlaub und verkündet, dass ein neues Schwimmbad kommen wird. Heiße Luft oder nicht, dass wird sich zeigen. So oder so, entspricht es nicht dem, was in diesem Projekt gesucht wird. Schließlich soll Badewasser in Boote gefüllt werden und in dem dann gebadet werden. Anders formuliert soll also in einer Badewanne in der Alster gebadet werden – Absurd. Etwas Hoffnung macht da die Forderung nach einem Naturbad an gleicher Stelle, warten wir es ab.

Dabei stellt sich doch zunächst die Frage, ob man in der Alster überhaupt schwimmen kann. Wer weiß das schon so genau, aber an verschiedenen Stellen ist zu lesen, dass die Alster Badewasserqualität haben soll, jedoch eine zu geringe Sichttiefe [vgl. u.a. hamburg-web.de]. Andere Artikel sprechen dagegen davon, dass die Alster eine Badewasserqualität nicht erreichen würde, da nach heftigen Regen die Siele immer noch über die Alster ihren Überlauf hätten [vgl. u.a. Wikipedia].
Ratlos bleibt der Schwimmer, darf er oder darf er nicht? Dabei Schwimmen doch jedes Jahr die lauter Sportler beim Cityman in der Alster und entsprechend wird für diesen Wettkampf auch die Alster untersucht. Die Ergebnisse finden sich auf der Homepage der Behörde Hygiene und Umwelt [hier]. Hier wird leider nur an der Binnenalster – und kurz davor – gemessen, und auch nur bis zum Wettkampf, die Ergebnisse lesen sich für mich als Laie jedoch ganz nett. Offenbar hat die ITU strengere Maßstäbe als das Badewasser und so beschließe ich für mich, dass ich in der Alster baden kann. Möge sich jeder sein Urteil machen.

Aber ist es den auch erlaubt? Ja, das weiß ich auch nicht so genau. Zur Sicherheit rief ich bei der Wasserschutzpolizei an, die müssten dies ja wissen. Natürlich Fragte ich nicht nach der Alster, sondern allgemein. Der nette Herr war jedoch von meiner Frage etwas überfordert, so dass er versprach sich zu erkundigen und mich zurück zu rufen. Das tat er auch und teilte mir mit, dass es überall da nicht verboten sei, wo keine Schilder stehen würden. Es währe jedoch auch nicht erlaubt, wenn es nicht als Badestelle ausgewiesen ist. Badestellen müssten bestimmten Anforderungen genügen, das tut etwa der Stadtparksee nicht. Aber es sei halt auch nicht verboten. Möge auch hiermit jeder Anfangen was er möchte. [Da dieser Text für so viele Stellen gilt, wird er wohl öfter auftauchen müssen]

Praktisch ist es jedoch etwas komplizierter auf der Alster zu schwimmen. Neben Kanus und Segelboten fahren auch Fähren über die Alster. An schönen Tagen wimmelt es wie in einem Armeisenhaufen. Ob da ein kleiner Kopf wirklich auffällt? Wohl kaum und auch eine Badekappe in Gelb oder Rot wird wohl eher für eine Boje gehalten als für einen Schwimmer. Kurz, es ist nicht nur eine Gefahr, sondern stresst auch beim Schwimmen und trübt damit den Spaß.

Der geübte beobachter wird jedoch feststellen, dass nicht immer so viel los ist auf der Alster. Mit dem Abend verschwinden die Segelboote ebenso, wie sie am frühen morgen nur sehr selten sind. Und auch die Alsterdampfer fahren sehr viel seltender. Zwar verringert sich zu diesen Zeiten die Warscheinlichkeit eines zusammentreffens, wenn ein Schiff sich auf den Weg macht einen zu treffen tut es dies jedoch auch, da nun keine Chance mehr besteht gesehen zu werden.

In diesem Projekt wurde daher eine Alternative gewählt: Das Begleitkanu. Es bietet zum einen die Möglichkeit sich bei nahendem Schiff festzuhalten und ist sehr viel besser zu sehen. Zudem kann der Mensch im Kanu auch die Alster sehr viel besser überblicken als der Schwimmer und so kann das Wasser vertrauensvoller genutzt werden. Um hier aber noch einmal deutlich zu werden, eine Gefahr bleibt es. Geht man etwa unter, so ist die Warscheinlichkeit klein gefunden zu werden – allein schon wegen der Sichttiefe!

Das Schwimmerlebnis allerdings ist kaum vergleichbar. Man weiß auf der einen Seite wo man sich gerade aufhält, hat eine wunderbaren Rahmen, dass Wasser ist einfach nur herlich und die Ruhe am Abend überraschend. Für mich das Größte: Einfach mal am Stück schwimmen, ohne umzudrehen! Selbst im Stadtparksee muss alle 300 Meter gewendet werden, dass entfällt hier einfach.

Möglichkeiten ins Wasser zu gehen gibt es viele. Das Problem ist dabei der Unrat! Die Sicht erlaubt es nicht vorher zu schauen wo man hintritt. Bei den vielen Bierflaschen … die dort zu vermuten sind, sicher nicht ungefährlich. Bedingt durch das Kanu ist es im Projekt jedoch nicht notwendig das tiefe Wasser zu verlassen um sich wieder ins trockene zu begeben.

Als weitere Gefahrenpunkte sind bei den ersten Versuchen auch noch Schwäne und Brücken erkannt worden. Mittels des Kanus können die Schwimmer gut vor den Schwänen geschützt werden – es fährt einfach vorher schon dazwischen – und auch die Brücken können durch das Kanu gut eingesehen werden. Für den Schwimmer allein ist es hier ein Blindflug.

Nacharbeit #2 – Mehr Bewegung

Juli 7, 2008

[05.07.08] Ja, es waren viele Schwimmer im Wasser.  Triatlon in Hamburg, aber es ist doch was anderes. Bewacht von der Wasserschutzpolizei auf vorgeschriebenen Bahnen. Dennoch geschah an diesem Tage mehr. Neben Alsterschwimmer wurde die Alster auch von Mädchen N.N. und FalscherFluss erobert. Und nicht nur sie, neben dem Stadtparksee, der ja nun wirklich nicht zu den großen Herausforderungen zählen kann, wurde auch die Goldbeck vom Stadtparktsee bis in die Alster für die Schwimmwelt erprobt.

Nacharbeit #1 – Der Anfang

Juli 7, 2008

[HH, 01.08.08] Nein, nicht der Tag, an dem dieser Blog das Licht erblickte ist der Anfang. Aber wann war er? War es der Kauf des Kanus oder war er der erste Tag, an dem die Bewegung in meiner Person die Alster übernahm? Ja, ohne das Kanu währe dieser Tag nie gekommen, aber der wirkliche Tag war der 01.07.08, der Tag, an dem die Schwimmer dieser Stadt den See der Seen wieder in Beschlag nahmen. Heimlich und Nachts, aber doch nicht vollkommen unbeobachtet.

Von nun an soll es sich verbreiten, soll das Hamburger Wasser der einzig sinnvollen Betätigung zugänglich werden.

[Ohne Ton, logisch bei den Gesetzen]